Programmierung

Gesundheit, liebes WordPress!

Triefende Kindernasen, hustende Kollegen: Im Alltag wäre es ganz schön praktisch, wenn es eine Hinweisfunktion für nahende Erkältungen gäbe. Mit dem Update 5.1 hat WordPress genau das eingeführt: Eine Reihe von neuen Website-Health-Funktionen weist Administratoren und Entwickler proaktiv auf mögliche Schwachstellen hin. Mit der Zielsetzung von Sicherheit und Geschwindigkeit ebnet dieses Update den Weg für ein WordPress, das besser und schneller ist – und langfristig „gesund“ bleibt.

Warnhinweise auf die kundenfreundliche Art

Der erste Schritt in Richtung Website-Health ist ein Warnhinweis, der Administratoren auf die Verwendung einer veralteten PHP-Version – die Programmiersprache, auf der WordPress basiert – hinweist. Für den Anfang wird diese Benachrichtigung für alle PHP-Versionen älter als 5.6 angezeigt. Das mag aufmerksamen Lesern wirklich „veraltet“ vorkommen – ist es auch. Security-Updates werden aktuell nur bis zu PHP-Version 7.1. angeboten. Um die Support-Anfragen besser managen zu können, sollen sich diese beiden Zahlen nach und nach annähern. In den Warnhinweis ist direkt ein Link zu einer Supportseite integriert, auf der Tipps zum Update aufgelistet werden – wenn man mich fragt: genauso geht Kundenfreundlichkeit.

Auf Nummer sicher: Fatal Error Protection

Dass ein Website-Update – egal welcher Art – nicht immer unbedingt gut geht, ist ein offenes Geheimnis. Mit den neuen Website-Health-Funktionen erleichtert WordPress aber die Suche nach der Fehlerquelle nach einem PHP-Update. In den meisten Fällen ist das Updaten von PHP ein geradliniger Prozess, besonders da der Großteil der beliebten Plugins und Themes mit allen aktuellen PHP-Versionen kompatibel ist. In den meisten Fällen. Natürlich gibt es auch Ausnahmen: Im Worst-Case-Szenario führt das Update dazu, dass Administratoren das Backend der eigenen WordPress-Seite nicht mehr aufrufen können.

Hier kommt die Fatal Error Protection ins Spiel: Dank dieser Funktion verhindert WordPress die Ausführung von Erweiterungen, die nicht mit der neuen PHP-Version kompatibel sind. Auch bei der Installation neuer Plugins prüft WordPress 5.1, ob die Erweiterung mit dem aktuellen PHP-Version kompatibel ist. Falls die Antwort nein lautet, kann das Plugin nicht installiert werden. Das mag vielleicht drastisch klingen, sorgt aber dafür, dass die WordPress-Seite langfristig „gesund“ bleibt.  

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