• Rezension Belletristik

    Muskelkater, aber ohne Ende …

    Germanien in der Zeit Caesars: Gerhild, Schwester eines Stammesfürsten, wehrt sich gegen eine Ehe mit dem römischen Statthalter Quintus, indem sie im Speerwerfen gegen ihn antritt. Der Plan geht auf: Sie siegt. Doch nun beginnt der eigentliche Kampf um ihre Freiheit, denn der ehrgeizige Römer will die Blamage nicht auf sie sitzen lassen.

  • Rezension Belletristik

    Leseempfehlung für den Winter

    1964: Es ist Winter, als Norah Zwillingen das Leben schenkt. Entbunden wird sie von ihrem Mann David und seiner Assistentin Caroline, die schnell merken, dass mit dem zweiten Kind, einem Mädchen, etwas nicht stimmt. Hals über Kopf beschließt David, dieses in ein Heim zu geben und seiner Frau zu erzählen, es sei bei er Geburt gestorben. Eine Entscheidung, die auch das Leben von Caroline betreffen wird.

  • Rezension Belletristik

    Die kitschige Französische Revolution

    Es gibt Momente – kurz bevor man das Haus verlässt – in denen man noch einmal kurz in sein Bücherregal schaut, noch einmal schaut und dann zugreift. Ein Buch, das man vermeintlich noch nie zuvor gesehen hat. Ein Buch, das dort wohl von fremder Hand platziert wurde. Und dann wird man hineingezogen in das Paris des endenden 18. Jahrhunderts.

  • Rezension Belletristik

    Zu wenig Zeit, die bleibt

    Es ist wieder passiert.

    Ich saß im Zug. Ein Fenster war offen und es zog gewaltig. Eigentlich hätte ich mich aufregen wollen. Hätte aufstehen wollen. Den Platz wechseln. Oder zumindest einen bösen Blick schweifen lassen. Aber das konnte ich nicht. Noch nicht. Zunächst einmal musste ich herausfinden, wo das zweite Seziermesser war. Eben noch hatte es auf den Steinfliesen gelegen, jetzt war es weg. Und der Hausmeister auch …

  • Rezension Belletristik

    Der Jürgen ist zurück!

    Ja, ich gestehe: Letztens habe ich meinen Yoga-Kurs sausen lassen.
    Und warum?
    Weil ich meine Fenster putzen wollte.
    An einem Regentag.
    Na ja, und dann war da noch der Wäscheberg und der Staubsauger stand rum. So kam eines zum anderen. Verrückte Welt.

    Apropos Sportlichkeit: Jürgen von der Lippe hat ein albernes Buch geschrieben. Beim Dehnen singe ich Balladen. Und wer schon immer wissen wollte, wie man eine hundertprozentige Kündigung verhindert, wie man an einer Bar sein Recht auf Nüsschen verteidigt (und Prostituierte entlarvt) und warum man einen telefonischen Mord-Auftrag lieber nicht leichtfertig annehmen sollte, ist hier genau richtig.

  • Rezension Belletristik

    Die Jüdin von Toledo

    Er freute sich knabenhaft, wenn sie Worte und Wendungen seiner kastilischen Soldatensprache gebrauchte. Zum Danke war er dann wohl den arabischen Mantel über, wenn sie ihm am Brunnen ihre Märchen erzählte. Als sie ihn freilich bat, den Bart abnehmen zu lassen, da sie sein Gesicht nackt sehen wolle, lehnte er’s barsch ab. „Das tun nur Joglares, Gaukler“, empörte er sich. Sie nahm es ihm nicht übel, sie lachte. Es war keine Fremdheit zwischen ihnen, sie waren eins … (S. 185)

    Um die Weihnachtstage hatte ich mir vorgenommen, mal wieder einen Klassiker zu lesen. Natürlich bin ich erst viel später dazu gekommen, den Feuchtwanger aus dem Bücherregal zu nehmen. Die Geschichte der Jüdin von Toledo kannte ich bereits von meiner Oma, die mir bei einem Spaziergang vor wahrscheinlich nicht weniger als zehn Jahren davon erzählte.

  • Rezension Belletristik

    Es hätte können viel schlimmer kommen

    Ich war letztens bei IKEA. Fast keinen Parkplatz gefunden, fast eine alte Dame über den Haufen gefahren, fast noch vor Eintritt direkt den Rückweg angetreten. Aber es hätte können viel schlimmer kommen. Man mag sich kaum auszumalen, wie es gewesen wäre, hätte ich in einem Schrank festgesteckt …