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Der Verband junger Menschen mit Hörbehinderung und MRM//McCann launchen ersten Gebärdensprachassistenten

Digital, connected, inklusiv – das ist das Ziel des ersten Gebärdensprach-assistenten von MRM//McCann, der jetzt in Frankfurt vorgestellt wurde. SIGNS ermöglicht Menschen mit einer Beeinträchtigung des Hörvermögens Voice Assistants zu nutzen.

SIGNS erkennt und übersetzt deutsche Gebärdensprache in Echtzeit und kommuniziert direkt mit dem Sprachassistenten. Das Smart Tool basiert auf einem Machine Learning Framework. Gebärden werden mit Hilfe einer integrierten Kamera identifiziert und in ein Data-Format konvertiert, das Sprachassistenten verstehen. Das Smart Tool kann problemlos mit Alexa, Google Assistant oder Microsoft Cortana verbunden werden und funktioniert auf jedem browserbasierten Betriebssystem mit integrierter Kamera wie Laptops oder Tablets. Die Sprachassistenten verarbeiten die SIGNS Daten dann in Echtzeit und können SIGNS direkt antworten. Diese Antworten übersetzt SIGNS dann zurück – in Textform oder visuelles Feedback für Menschen mit Hörbehinderung. Ziel ist, dass SIGNS langfristig als allgemein zugängliche Software und auch für Smartphones zur Verfügung steht und weltweit neue Gebärden und Gebärdensprachen lernen kann.

SIGNS ermöglicht Menschen mit einer Beeinträchtigung des Hörvermögens Voice Assistants zu nutzen.

SIGNS entstand in enger Zusammenarbeit des LAB13, der interdisziplinären Innovation Unit der digitalen Full-Service Agentur MRM//McCann in Frankfurt, mit der Bundesjugend – Verband junger Menschen mit Hörbehinderung e.V. Das LAB13 um Martin Biela, Executive Creative Director, und Mark Hollering, Director Creative Technology, griff die Idee auf, setzte sie in einem Prototypen um und entwickelte SIGNS in die Richtung eines vollumfänglichen Gebärdensprach-assistenten.

Weltweit leben 466 Millionen Menschen mit Hörbehinderung. Nach Angaben des Deutschen Schwerhörigenbundes gibt es ca. 16 Millionen Schwerhörige. Ca. 140.000 davon haben einen Grad der Behinderung von mehr als 70 Prozent und sind auf Gebärdensprach-Dolmetscher angewiesen. Die Unternehmensberatung GARTNER geht davon aus, dass digitale Interaktionen jenseits von Bildschirmen bis 2020 etwa 30 Prozent ausmachen werden.

„Das digitale Zeitalter birgt riesige Chancen für Inklusion. Aber es gibt auch zahlreiche Herausforderungen wie beispielweise bei Sprachassistenten für Menschen mit Hörbehinderung. Die Idee von SIGNS stellt einen wichtigen Schritt dar, uns alle an neuen Technologien teilhaben zu lassen,“ sagt Michelle Mohring, 1. Bundesjugendleiterin, Verband junger Menschen mit Hörbehinderung e.V.

„Sprachassistenten verwenden Natural Language Processing, um hörbare Befehle zu entschlüsseln und darauf zu reagieren. Kein Ton bedeutet keine Reaktion. Der Prototyp von SIGNS schließt die Lücke zwischen Menschen mit Hörbehinderung und Sprachassistenten,“ erklärt Chris Endecott, Senior Copywriter/ Concept, MRM//McCann, LAB13.

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