Rezension Fachliteratur

Design Thinking

Hätte mich vor kurzem jemand gefragt, was genau wohl Design Thinking sei, hätte ich mit hoher Wahrscheinlichkeit bei völliger Ahnungslosigkeit eine für Laien durchaus plausible Erklärung gefunden. Meine Argumentationskette hätte sich wahrscheinlich hingezogen von dem Gefühl für exzellentes Design über das Verstehen der jeweiligen Projekt-Ansprüche hin zur professionellen Umsetzung aufgrund von Theorie und Praxis … So weit so falsch.

“Design Thinking” führt vielmehr zu innovativen Lösungen in Unternehmen und Organisationen, wie das entsprechende Handbuch erklärt, das Falk Uebernickel, Walter Brenner, Britta Pukall, Therese Naef und Bernhard Schindholzer jüngst herausgebracht haben. Dabei gehen die Autoren auf die einzelnen Phasen des Projektes ein und beleuchten detailliert und durchaus originell, welche Anforderungen an die Ausstattung eines modernen Arbeitsplatzes gestellt werden müssen.

Aber es geht keineswegs um kleine Innovationen – wie ich bei meiner Grafikdesign-Projekt-Herleitung vermutet hätte – sondern vielmehr um übergreifende Ideen. “Design Thinking – Das Handbuch” stellt den gesamten Werkzeugkasten von Kreativtechniken in den Dienst des Innovationsprozesses als solchen. In den Erklärungen wird dabei nicht mit Grafiken und Bildern gespart und so ist das Buch nicht nur für diejenigen geeignet, die vorrangig kreative Ideen erzeugen müssen, sondern auch und vor allem für Führungskräfte und Managementebene eine Bereicherung, die für die in Zeiten der Digitalen Revolution notwendigen Strukturen sorgen müssen.

 

Meine Empfehlung geht vorrangig an Marketiers und PRler in der Unternehmenskommunikation, da die einzelnen Techniken dazu geeignet sind, nicht nur die Organisation als Ganzes im Blick zu behalten, sondern in der Kommunikation auch über ihre Grenzen hinaus zu denken – natürlich mit Blick auf die Zielgruppe und deren Bedürfnisse.

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Uebernickel, Brenner, Pukall, Naef, Schindlholzer: “Design Thinking – Das Handbuch”
Hier erhältlich.

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