Rezension Fachliteratur

Einführung in den sozialen Konstruktionismus

Ich mach’ mir die Welt widewide wie sie mir gefällt: Wenn Philosophie, Psychologie und Sozialwissenschaften miteinander veschmelzen, hat man es höchstwahrscheinlich mit Sozialkonstruktivismus zu tun. Ab und an wird das Thema in der Fachliteratur angeschnitten, eine umfassende literarische Einführung in den sozialen Konstruktionismus hat es bis jetzt jedoch nicht gegeben. Bis jetzt.

Kenneth J. Gergen, der durch das Buch Das übersättigte Selbst: Identitätsprobleme im heutigen Leben bekannt wurde, hat sich zusammen mit Mary Gergen der Frage gestellt, wie die aktuellen Entwicklungen des sozialen Konstruktivismus zusammenzufassen sind. Entstanden ist ein Buch, das ein sehr theoretisches Modell sehr praktisch erklärt, das leicht zu lesen ist und doch so manch umfangreiches Wissen für Organisationen, Therapeuten, Forscher und Lehrer bereithält.

Beeindruckt hat mich tatasächlich der so breit gefächerte Einsatzbereich des sozialen Konstruktivismus. Im Gegensatz zu populären philosophischen Lehren, die den Staub mehrerer Jahrtausende auf ihren Buchrücken tragen, ist der Konstruktionismus nach Gergen und Gergen voller Forschung, Abenteuer und Action. Einprägsam wie Sophies Welt und erfrischend wie Jeffrey Pfeffer!

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Kenneth J. Gergen und Mary Gergen: „Einführung in den sozialen Konstruktionismus“
Carl-Auer Verlag 2009

Hier erhältlich.
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