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Es ist Winter. Zeit für Guerilla Marketing Ideen.

Es wird kalt draußen. Langsam zumindest. Jedes Jahr muss ich dann früher oder später an Guerilla-Marketing denken. Denn jedes Jahr hoffe ich auf zumindest so viel Schnee, dass ich ein Mal – nur ein Mal! – mithilfe einer Schablone eine Botschaft auf einer Auto-Frontscheibe hinterlassen kann. Und wenn da nur stünde „Es hat geschneit.“ Es sind die kleinen Dinge, mit denen man mich glücklich machen kann …

Bei uns im Norden waren die Winter, was den Schneegehalt betrifft, eher … nun … sagen wir, es waren verlängerte Herbst-Zeiten. Und so erfreue ich mich weiter an der Theorie – und verfeinere meine Idee, die dann im nächsten Jahr oder im übernächsten Jahr oder auch nie umgesetzt wird.

Derzeit liest man auch viel von der Rentabilität von Fahrradsattelschonern. Spannende Geschichte. Vor allem, weil das kleine Werbegeschenk für den Kunden tatsächlich von Nutzen sein kann. Im Hamburger Winter zum Beispiel. Bei einem Preis von unter einem Euro hier (oder noch weniger, wenn man länger als eine Minute recherchiere würde), ist dieses Werbemittel als Neukundenakquise günstiger als manch Weihnachtsaussendung. Selbstverständlich stellt sich die Frage nach der Zielgruppen-Trefferquote, aber wenn man das mal außen vor lässt (vor allem deswegen, weil viele ihre Zielgruppe noch immer unfassbar ungenau definieren), erscheint es mir als schönes Tool.

Aber Guerilla-Marketing muss gar nicht sooo ausgefallen sein. Stellen wir doch einfach mal wieder den Kundennutzen in den Vordergrund. Was könnte mein Kunde denn benötigen – von meinem eigentlichen Produkt abgesehen? Und wo treffe ich ihn an, wenn er nicht gerade bei mir ist?

Beispiel 1:
Ich bin Verkäufer von hochwertigen Damenschuhen – Highheels und Pumps. Meine Kundinnen könnten also Gel-Einlagen benötigen. Und ich treffe sie ebenso in Clubs wie großen Büros. Wie wäre es also mit einem kleinen, mit Werbung verzierten „Präsentkorb“ verschiedener Gel-Einlagen auf den entsprechenden Damen-Toiletten?

Beispiel 2:
Ich bin Betreiber eines kleinen Kinos. Meine Kunden gehen vor oder nach den Vorstellungen gern noch in das Restaurant nebenan. Wie wäre es also, wenn eine Seite der Speisekarte immer das aktuelle Kino-Programm beinhaltete und ich im Gegenzug den Restaurant-Tipp auf meine Eintrittskarten druckte?

(Ich freue mich, wenn man mich nach erfolgreicher Umsetzung über den Ideen-Klau informiert.)

Ich würde bei dieser Betrachtungsweise Guerilla-Marketing fast mit Small Data in Verbindung bringen. Große Analysen müssen bei kleinem Budget nicht sein. Einfach mal die Kunden fragen. Oder besser: Einfach mal die richtigen Fragen stellen, wenn man sich schon mit den Kunden unterhält. Und da sind wir doch wieder beim Thema …

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