Marketing-News

Gespräche, Gespräche, Gespräche: Das verändert sich mit dem neuen LinkedIn-Algorithmus

Butter & Brot. Ernie & Bert. Hamburg & Regen. Und (nicht erst seit dem Kauf von Instagram durch Facebook) Algorithmus & Änderung. Es gibt Dinge, die EINFACHzusammengehören. Hier eine „Wir haben da mal was angepasst“-Ankündigung vom Professional Social Network LinkedIn.

Entgegen der Erwartungen (und Erfahrungen mit Facebook & Co. #hüstelhüstel) unterscheidet der neue Algorithmus von LinkedIn nicht nach der Art des Posts. Das heißt, ein längerer Artikel hat prinzipiell die gleichen Chancen, oben im Feed platziert zu werden wie ein Video. Den Unterschied macht der Inhalt: LinkedIn selbst spricht in diesem Zusammenhang von „valuable conversations“ – wertvollen Gesprächen – und hat praktischerweise auch direkt eine Definition dieser Gespräche geliefert, aus der sich Tipps für LinkedIn-Nutzer ableiten lassen.

  1. Wertvolle Gespräche passieren zwischen Menschen, die sich wirklich kennen.
    Von welchen Personen möchte ein Nutzer Beiträge sehen? Als Antwort auf diese Frage sieht sich LinkedIn nicht nur die Kontakte an sich an, sondern berücksichtigt auch bisherige Interaktionen, geteilte Interessen oder einen gemeinsamen Arbeitsplatz. Anders gesagt: Wer gesehen werden will, muss interagieren. Liken. Antworten. Und natürlich auch das eigene Profil und die eigenen Interessen pflegen.
  2. Wertvolle Gespräche haben eine Aussage. Mit der Algorithmusänderung möchte LinkedIn den echten Austausch zwischen Professionals in den Fokus rücken: Gespräche, die sich basierend auf Beiträgen mit einer klaren Meinung natürlich entwickeln. Das soll bitte nicht heißen, dass ab sofort nur noch reißerische Aussagen auf LinkedIn gehören. Aber wer zum Beispiel einen Link zu einem Online-Artikel teilt, sollte auch seine Meinung dazu posten.
  3. Wertvolle Gespräche gehen hin und her. Mit diesem Punkt belohnt LinkedIn gutes Community Management: Wer auch auf die Kommentare und Antworten auf seinem Beitrag antwortet, erhöht die Chancen einer sichtbaren Platzierung im Feed. Um das Gespräch in den Gang zu bekommen, empfiehlt LinkedIn unter anderem, andere Nutzer im Beitrag zu verlinken (allerdings maximal 5).
  4. Wertvolle Gespräche gehen in die Tiefe. Dieser vierte Punkt ist in gewisser Weise auch eine Konsequenz der ersten drei: LinkedIn empfiehlt, Nischenthemen und spezifische Hashtags zu nutzen, um eine tiefergehende Diskussion zu schaffen. Mit einem konkreten Aufhänger ist es eben einfacher, ins Gespräch zu kommen.

P.S. Wer diesen Artikel auf LinkedIn teilen möchte (Oh, ein Zaunspfahl!), sollte also auch eine Meinung dazu posten, mein Profil im Beitrag verlinken und bereit sein, sich in den Kommentaren auszutauschen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.