Programmierung

Klick. Klick. Online-Shop.

WordPress-Seite plus Plugin gleich voll funktionsfähiger Online-Shop. Klingt doch gut! Mit dem Plugin WooCommerce, entwickelt von den Theme-Genies WooThemes, geht diese Rechnung auch tatsächlich auf: Das kostenlose und leicht anzupassende Plugin steckt hinter 28% aller Online-Shops weltweit und wurde mittlerweile fast 78 Millionen Mal heruntergeladen.

Traum oder Albtraum? Schauen wir uns die Vor- und Nachteile von WooCommerce an.

Vorteile: WooCommerce ist einfach einfach.

  • Vielseitig und (fast) kostenlos: Zwei meiner liebsten Eigenschaften, wenn es um Plugins geht! WooCommerce lässt sich über den WooCommerce-Wizard auch ohne Programmierkenntnisse schnell und einfach einrichten und mit einer Vielzahl von Plugins und Erweiterungen ergänzen.
  • Die Zahlungsmöglichkeiten PayPal, BACS und Barzahlung bei Lieferung sind bereits im Plugin integriert. Wer einen anderen Zahlungsdienstleister bevorzugt, kann auf eine Reihe von Extensions für Amazon Payments, Stripe & Co. zurückgreifen.
  • Nicht nur an die Bezahlung ist gedacht, sondern auch an Vater Staat: Ein automatischer Steuerrechner berechnet den passenden Steuersatz basierend auf der Lieferadresse, der Rechnungsadresse oder der Shop-Adresse – der Taschenrechner kann also mit gutem Gewissen wieder weggepackt werden.
  • Auch eine Anbindung an Buchhaltungssysteme ist möglich.

Irgendetwas ist ja immer: Konflikte mit WooCommerce.

  • WooCommerce ist nicht nur inhaltlich auf den amerikanischen Markt zugeschnitten, sondern auch rechtlich. Wer das Plugin in Deutschland oder auf dem europäischen Markt sicher nutzen möchte, benötigt ein weiteres Plugin wie Germanized (kostenlos) oder German Market (kostenpflichtig). Damit kann dann aber auch der DSGVO-Beauftrage wieder ruhig schlafen.
  • Aber ein Online-Shop ist eben nur so gut wie seine Funktionalität – und wie bei jedem Plugin spielt auch bei WooCommerce die Kompatibilität mit dem WordPress-Theme eine entscheidende Rolle. Wer während eines Updates Konflikte vermeiden möchte, sollte auf Themes zurückgreifen, die auf die Integration von WooCommerce maßgeschneidert sind.
  • Das Theme und das Plugin sind kompatibel – dann kann ja nichts mehr schief gehen! Wäre, wäre, Fahrradkette … WooCommerce beruht auf einem Zusammenspiel unterschiedlichster Plugins (von der Zahlungsmethode bis zur Anbindung an den Newsletter), die bei einem Update aneinandergeraten können. Also: Auch wenn der Update-Button noch so schön leuchtet: Testen geht vor!

Wer sich mit diesen – lösbaren – Nachteilen anfreunden kann, ist meiner Meinung nach mit WooCommerce gut beraten. Die schnelle Einrichtung und (vergleichsweise) einfache Betreuung machen das Plugin besonders für kleine und mittelständische Shop-Anbieter zu einer attraktiven Lösung.

(Und wer dann doch Probleme beim Aufsetzen des Online-Shops hat, weiß ja, wo ich zu finden bin.)

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