• Rezension Belletristik

    Zu wenig Zeit, die bleibt

    Es ist wieder passiert.

    Ich saß im Zug. Ein Fenster war offen und es zog gewaltig. Eigentlich hätte ich mich aufregen wollen. Hätte aufstehen wollen. Den Platz wechseln. Oder zumindest einen bösen Blick schweifen lassen. Aber das konnte ich nicht. Noch nicht. Zunächst einmal musste ich herausfinden, wo das zweite Seziermesser war. Eben noch hatte es auf den Steinfliesen gelegen, jetzt war es weg. Und der Hausmeister auch …

  • Rezension Belletristik

    Das Komplott

    Ja, es ist ein Grisham. Ein Grisham, der sehr seicht beginnt und dessen Hauptfigur Malcolm Bannister zwar eigentlich alles erzählt, aber auch erhebliche Lücken lässt. Ich war mir sicher, dass er zu Recht im Gefängnis sitzt. Um und bei Seite 80 war ich mir dann vollkommen sicher, dass er unschuldig ist. Und dann zerbröckelte alles langsam und ich vertiefte mich immer mehr in eine Story, in der ich gar nichts mehr wusste. Nun, das war zweifelsohne zu erwarten. Es ist schließlich ein Grisham.

  • Rezension Belletristik

    Das Bourne Imperium

    Es gehört zu den Büchern, bei denen man von Beginn an einen Schauspieler vor Augen hat: Das Bourne Imperium. Robert Ludlum, der Matt Damon in seiner Rolle als David Webb alias Jason Bourne leider nicht mehr erlebt hat, beweist im zweiten Teil der Bourne-Reihe einmal mehr sein Gespür für Politthriller. Tiefgründig, verwoben und mit authentisch ausstaffierten Protagonisten vermag es Ludlum, dem Leser beim Sonnenbad einen eiskalten Schauer über den Rücken laufen zu lassen.

  • Rezension Belletristik

    Friesensturm

    Ein mystisch anmutender Kriminalroman mit Namen Friesensturm. Ein Wochenende mit schlechtem Wetter. Und eine Frau, die sich nach dem Frühstück überlegt, zweiteres zu nutzen, um ersteres zu lesen. Soweit die Fakten. Was dann geschah, hätte ich mir nicht erträumen lassen. Birgit Böckli fesselte mich am Ausgang einer Disko und verschleppte mich auf die Insel Spiekeroog, auf der ein Mörder sein Unwesen treibt, konfrontierte mich mit den Insulanern und gab mir einen Fall zu lösen. Ich nahm an.

  • Rezension Belletristik

    Meteor

    Wie lange habe ich dieses Buch vor mir hergeschoben – wahrscheinlich lag es an der Cover-Gestaltung, die mich nicht so recht beeindrucken wollte. Keine vier Tage hat es dann gedauert und “Meteor” von Dan Brown war durchgelesen. Nervenaufreibend, faszinierend, schockierend und fesselnd. Dan Brown ist in diesem Thriller zu Höchstformen aufgelaufen, die so erschreckend viele Wahrheiten beinhalten, dass man sie schwerlich bei einer Tasse Kaffee diskutieren könnte.