Rezension Fachliteratur

Vertrauen! Empathie! Vorbildfunktion!

Die sozialen Netzwerke werden in vielen Belangen der Wirtschaft als Schlüssel zum Erfolg gehandelt. Und während die Mitarbeiter nach einer neuen Form der Zusammenarbeit innerhalb der Unternehmen verlangen, sehen sich Chefs vor der Frage, wie genau sie erfolgreich, wie genau sie „gute Chefs“ sein können, die ihre Teams mitnehmen.

Carsten Knop geht in seinem aktuellen Buch der Frage nach, welche neuen Manager unsere Welt braucht. In Gescheiterte Titanen sucht er nach Gründen für den schlechten Ruf der Manager und Zusammenhängen zwischen ihrem Scheitern und der zunehmenden Digitalisierung. Dabei lässt der Wirtschaftsredakteur in acht umfangreich recherchierten Kapiteln viele deutsche und internationale Top-Manager zu Wort kommen, betrachtet Führung in der öffentlichen Wahrnehmung, die Veränderung von Aufsichtsräten, Vorständen und Gehältern, schaut in Richtung Silicon Valley und betrachtet den Einfluss der neuen Technologie auf das Management.

Gefallen hat mir Knops Art sowohl gewissenhaft zu recherchieren als auch kritisch zu hinterfragen und eine schlussendliche Antwort meist auszusparen.

Im Alltag fernab der Theorie geht es im erwünschten Verhalten der Manager stets um Vertrauen, um Empathie und um eine Vorbildfunktion, die auch wahrgenommen wird.

Die Herausforderung besteht also darin, Kommunikationsfähigkeit und vermittelbare Messbarkeit zu einer belastbaren Vertrauensbasis zu vereinen.

Vor diesem Hintergrund ist Gescheiterte Titanen sowohl für (angehende) Führungskräfte als auch für Kommunikationsverantwortliche aus HR und PR interessant. Und ja: Wir müssen reden. Miteinander. Und über KPIs.

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Carsten Knop: „Gescheiterte Titanen – Welche neuen Manager unsere Welt braucht“
Frankfurter Allgemeine Buch 2015

Hier erhältlich.
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