Rezension Fachliteratur

Von Natives und Immigrants

Ein bisschen nervig ist sie ja schon, diese Daueranwesenheit der Digital Natives. Aber was soll man machen. Sie wachsen eben an den Bäumen. Mittlerweile bezeichnen sie sich aufgrund ihrer Online-Aktivitäten schon selbst als Journalisten. Aber was braucht man eigentlich so als Online-Journalist? Nea Matzen klärt auf.

Onlinejournalismus ist Band 8 in der Reihe Wegweiser Journalismus, die von Christoph Fasel herausgegeben wird. Gegliedert in fünf Themenbereiche zeigt das Fachbuch unter anderem, was das Besondere am Onlinejournalismus ist, wie eine Onlineredaktion arbeitet und welche Darstellungsformen es im Netz gibt. Dabei geht Matzen in einem großen Kapitel auf Textaufbau, Verlinkungen, Bildunterschriften, kurz alles rund um das Texten fürs Netz ein.

Als alter Digital Native bin ich natürlich immer skeptisch, wenn sich Fachbücher auf dieses sogenannte “Internet” stürzen, um es zu erklären. Und tatsächlich ist der Einstieg etwas abgedroschen und nutzt Quellen von 2009 – ein bisschen sehr alt … Aber bleiben wir fair: Wenn wir die Zielgruppe anpassen und uns einen alteingesessenen Journalisten vorstellen, der damit konfrontiert wird, nun auch noch den Online-Part seiner Sparte zu übernehmen, ist Onlinejournalismus ein guter erster Überblick über dieses Internet. Und ein paar nette Tipps gibt es schließlich auch. Fazit: Ein Buch für Digital Immigrants.

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Nea Matzen: „Onlinejournalismus“
UVK 2014

Hier erhältlich.
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